Du kennst deine Zielgruppe? Wahrscheinlich nicht.

02.04.2026

Warum echte Menschenzentrierung mit Gesprächen beginnt, und nicht mit Annahmen. „Ich weiss genau, was meine Zielgruppe braucht.“ Diesen Satz hören wir oft. Und fast immer zeigt sich nach wenigen Gesprächen mit echten Kund:innen: So einfach ist es nicht. Viele Organisationen entwickeln Angebote auf Basis von Annahmen. Intern wird intensiv diskutiert, Strategien werden formuliert, Lösungen gebaut und viel Energie investiert. Doch ein entscheidender Schritt fehlt häufig: systematisch mit den Menschen zu sprechen, für die das Angebot gedacht ist. Genau hier beginnt echte Menschenzentrierung.

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Menschenzentrierung beginnt mit Zuhören

Bei Fiul verstehen wir unter Menschenzentrierung mehr als ein Schlagwort. Es geht darum, Entscheidungen konsequent auf echte Erkenntnisse über Menschen zu stützen.

In der Praxis bedeutet das vor allem eines: mit Menschen sprechen, beobachten und verstehen, wie sie wirklich handeln.

User Research hilft dabei, Bedürfnisse, Motivationen und Verhaltensweisen sichtbar zu machen. Durch Interviews, Beobachtungen oder kleine Tests entsteht ein Bild davon, wie Menschen Probleme lösen und wo bestehende Angebote nicht wirklich funktionieren.

Und genau dort liegen oft die spannendsten Erkenntnisse. Denn erstaunlich häufig zeigt sich: Das Problem ist nicht dort, wo wir es ursprünglich vermutet haben.


Warum Organisationen ihre Kund:innen oft zu wenig kennen

Viele Unternehmen wissen theoretisch, dass Kund:innen wichtig sind. Trotzdem fehlt im Alltag häufig der direkte Kontakt.

Typische Gründe sind:

·     Teams sind stark im operativen Tagesgeschäft eingebunden

·     Annahmen werden selten systematisch überprüft

·     Entscheidungen basieren vor allem auf internen Perspektiven

·     Zeit für Gespräche mit Kund:innen fehlt

Das Resultat: Angebote entstehen, die zwar am Markt existieren, aber nicht wirklich auf eine Zielgruppe ausgerichtet sind. Nicht weil die Idee schlecht wäre, sondern weil das Verständnis für die Menschen dahinter fehlt.


Schon wenige Gespräche verändern alles

Eine Erfahrung aus unserer Arbeit zeigt sich immer wieder: Es braucht oft erstaunlich wenige Gespräche, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Bereits wenige qualitative Interviews können zeigen:

·     wie Menschen ein Problem tatsächlich erleben

·     welche Alternativen sie heute nutzen

·     welche Bedürfnisse noch ungelöst sind

Schon wenige qualitative Interviews machen Muster sichtbar und helfen dabei, Annahmen zu bestätigen oder zu hinterfragen. Und manchmal reicht genau das, um die Richtung eines Projekts grundlegend zu verändern.


Unser Ansatz bei Fiul

Bei Fiul setzen wir bewusst auf einen pragmatischen Zugang zu User Insights. Unser Ziel ist nicht perfekte Forschung, sondern schnelles Lernen.

Unser Vorgehen basiert auf drei einfachen Prinzipien:

1. Annahmen sichtbar machen | Was glauben wir über unsere Zielgruppe zu wissen

2. Mit Menschen sprechen | Interviews, Beobachtungen und Tests helfen, Annahmen zu prüfen.

3. Erkenntnisse direkt nutzen | Die gewonnenen Einsichten fliessen unmittelbar in Entscheidungen, Angebote und Strategien ein.

 

Menschenzentrierung endet nicht beim Markt

Für uns bedeutet Menschenzentrierung mehr als Kund:innenzentrierung am Markt. Sie gilt genauso für Prozesse, Transformationen und Veränderungen innerhalb einer Organisation.

Denn auch intern zeigt sich: Lösungen scheitern selten an der Idee. Sie scheitern daran, dass sie nicht getragen werden.

Darum beziehen wir in Veränderungsprozessen bewusst die Mitarbeitenden ein. Wir hören zu, machen Perspektiven sichtbar und entwickeln Lösungen gemeinsam.

So entsteht nicht nur eine gute Lösung, sondern eine, die im Alltag funktioniert.


Eine einfache Frage zum Start

Wenn du wissen willst, wie stark Menschenzentrierung in deiner Organisation verankert ist, probiere ein kleines Experiment.

Frag in deinem Team: «Wann haben wir das letzte Mal mit echten Nutzer:innen über ihr Problem gesprochen?» Wenn niemand diese Frage spontan beantworten kann, lohnt sich ein genauerer Blick.

Denn Menschenzentrierung beginnt nicht mit Methoden oder Frameworks.
Sie beginnt mit einem Gespräch.

Das Team

Olivia Borer

Beraterin Geschäftsentwicklung, UX Researcherin

Olivia fühlt sich dort am richtigen Platz, wo Teams und Organisationen im Tunnel nicht mehr weiterkommen. Mit Empathie, Hartnäckigkeit, Humor und einem prall gefüllten Methodenrucksack begleitet sie den nächsten Schritt und sorgt dafür, dass wieder Bewegung entsteht. Privat treibt sie der Wunsch an, die Welt ein Stück gerechter und schöner zu machen. Kraft dafür schöpft sie im Zusammensein mit Freundinnen und Freunden, beim Sport und draussen in der Natur, wo sie neue Inspiration findet.

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