10.06.2026
Warum gute Strategiearbeit nicht bei Märkten und Mitbewerbern beginnt, sondern bei den eigenen Haltungen und Annahmen.
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In Strategiesitzungen und Workshops wird viel analysiert. Märkte, Wettbewerb, Finanzen, Trends, die Liste ist lang. Worüber dagegen kaum jemand spricht, ist das, was die Diskussion in Wahrheit lenkt: die Annahmen und Haltungen der Menschen, die mitgestalten und am Ende entscheiden. Genau diese prägen das Ergebnis stärker als jede Marktstudie.
Wir nennen das gerne das mentale Betriebssystem einer Organisation. Es läuft im Hintergrund, fast unbemerkt, und filtert, welche Optionen überhaupt sichtbar werden und welche gar nicht erst auf den Tisch kommen.
In der Praxis begegnen uns immer wieder dieselben drei Grundhaltungen, und jede führt zu einer anderen Strategie.
Die Bewahrerhaltung fragt: Wie schützen wir, was uns erfolgreich gemacht hat? Sie optimiert und sichert das Bestehende, statt Neues zu denken.
Die Getriebenenhaltung fragt: Was machen die anderen, und was müssen wir deshalb auch tun? Daraus entsteht meist eine profillose Kopie ohne echten Wettbewerbsvorteil.
Die Gestalterhaltung fragt: Welche Welt wollen wir vorfinden, und was ist unser Beitrag dazu? Hier entstehen Strategien, die mehr sind als eine Reaktion. Sie gestalten und geben Innovation Raum.
Welche dieser Haltungen dominiert, entscheidet oft schon über die strategische Ausrichtung, lange bevor die erste Folie gezeigt wird.
Ein Klassiker aus der jüngeren Vergangenheit sind die etablierten Taxibetriebe mit eigener Zentrale, eigener Flotte und angestellten Fahrerinnen und Fahrern. Jahrelang galt die unausgesprochene Branchenlogik, dass Disposition, Konzession und Fahrzeugflotte zwingend zusammengehören. Dann kam Uber, eine App mit ein paar Hobbyfahrern, und diese Annahme war über Nacht Geschichte.
Solche heiligen Kühe lassen sich in fast jeder Branche finden. Sie sind selten dumm. Meist sind es Regeln, die früher einmal ausgesprochen gut funktioniert haben. Genau deshalb sind sie so schwer zu erkennen und noch schwerer anzusprechen.
Strategiearbeit heisst für uns nicht, für einen perfekten Prozess und kluge Folien zu sorgen. Sie bedeutet, ein Umfeld zu schaffen, in dem Annahmen und Haltungen offen auf den Tisch dürfen, ohne dass jemand sein Gesicht verliert. Und sie bedeutet, das Implizite anzusprechen und explizit zu machen, damit man überhaupt darüber reden kann.
Eine neue Strategie lässt sich nicht installieren, solange das alte Betriebssystem im Hintergrund weiterläuft. Wer die eigene Haltung nicht prüft, plant an der Zukunft vorbei. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, ob eine Organisation eine Strategie hat. Die Frage ist, ob ihr Betriebssystem diese Strategie überhaupt trägt.

Berater Strategie, Managing Partner
Sandro schöpft Energie daraus, gemeinsam mit Menschen zukunftsfähige Strategien für starke Organisationen und eine bessere Welt zu entwickeln. Privat liebt er es, unterwegs zu sein, Abenteuer zu erleben und die Welt zu entdecken, ob mit seiner Familie, inspirierenden Menschen oder auch mal alleine.

Berater Organisationsentwicklung, Managing Partner
Neugier bewegt Michi. Er hinterfragt den Status quo, sucht nach neuen Perspektiven und verbindet mutig das Unbekannte mit dem Bestehenden. Beruflich fasziniert ihn das Abenteuer des Neuen. Privat sind es die kleinen grossen Dinge, die ihn antreiben: gute Gespräche bei einem Apéro, die Energie von Konzerten oder das Abtauchen in andere Welten. Er sammelt Momente, keine Dinge.

Berater Strategie, Managing Partner
Spannende Projekte, ein starkes Netzwerk und Tage mit Vorfreude auf die Agenda treiben Mathias an. Abseits der Arbeit treiben in die Kette auf dem Rennvelo, die Lust aufs nächste Birdie auf dem Golfplatz und vor allem seine Kinder und viele tolle Leute im Umfeld an.
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Berater Strategie, Managing Partner
Nico mag keine unnötige Komplexität. Und noch weniger mag er es, sie stehen zu lassen. Aus chaotischen Situationen klare Strategien zu entwickeln, ist sein Ding. Privat findet er Energie bei einem Spaziergang, am Herd und mit einem guten Wein in der Hand. Und auf dem Golfplatz, auch wenn der Ball das nicht immer honoriert.