Wie der Verwaltungsrat den strategischen Korridor für die Geschäftsleitung absteckt, und warum gute Begrenzung befreit, statt zu fesseln.
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In vielen Verwaltungsräten herrscht eine leise Angst, zu viel vorzugeben. Man möchte der Geschäftsleitung Spielraum lassen, nicht ins operative Klein-Klein abrutschen und schon gar nicht als Bremser dastehen. Das Ergebnis ist häufig das genaue Gegenteil dessen, was man erreichen wollte. Die Geschäftsleitung weiss nicht, woran sie ist, prüft jeden grösseren Schritt vorsichtig auf seine politische Akzeptanz und verliert dabei genau die Energie, die das operative Geschäft so dringend braucht.
Wer der Eignerstrategie das Spielfeld zuschreibt, sieht die Aufgabe des Verwaltungsrats klarer vor sich. Er zeichnet die Markierungen auf dem Rasen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Das wichtigste Werkzeug des Verwaltungsrats sind nicht Ziele, sondern Trade-offs. Strategie bedeutet zuerst Verzicht. Welche Märkte verfolgen wir bewusst nicht? Welche Technologien lassen wir links liegen? Welche Produktideen, so verlockend sie wirken, passen einfach nicht zu uns?
Diese Entscheidungen sind unbequem, und genau deshalb gehören sie nach oben. Der Verwaltungsrat schützt die Geschäftsleitung davor, sie alleine tragen zu müssen.
In der Praxis reichen drei Hebel, um den Korridor sauber abzustecken.
Wir haben kürzlich erlebt, wie eine Geschäftsleitung förmlich aufblühte, nachdem der Verwaltungsrat klare Vorgaben zur Technologie gesetzt hatte. Bis dahin liefen mehrere Evaluationen von Nischenlösungen parallel, jede mit eigenen Befürwortern und eigenem Ressourcenhunger. Mit der klaren Leitplanke war das Hin und Her vorbei. Die Energie floss ins Hauptprojekt, Entscheidungen fielen schneller, Diskussionen wurden kürzer.
Bemerkenswert war, dass die Geschäftsleitung die Begrenzung nicht als Einschränkung empfand, sondern als Erleichterung. Innerhalb des Korridors hatte sie maximale unternehmerische Freiheit, und das war deutlich zu spüren.
Leitplanken sind kein Misstrauensvotum. Sie sind die organisierte Form von Vertrauen. Sie sagen der Geschäftsleitung: Hier ist dein Spielfeld, hier hast du unsere Rückendeckung, jetzt geh los.
Wo Leitplanken fehlen, wird jede grössere Entscheidung zur politischen Frage. Wo sie da sind, wird sie wieder zur unternehmerischen. Gute Führung braucht Leitplanken, keine Fesseln. So entsteht, was sich beide oft wünschen, aber selten organisieren: Klarheit ohne Kontrolle.

Berater Strategie, Managing Partner
Sandro schöpft Energie daraus, gemeinsam mit Menschen zukunftsfähige Strategien für starke Organisationen und eine bessere Welt zu entwickeln. Privat liebt er es, unterwegs zu sein, Abenteuer zu erleben und die Welt zu entdecken, ob mit seiner Familie, inspirierenden Menschen oder auch mal alleine.

Berater Organisationsentwicklung, Managing Partner
Neugier bewegt Michi. Er hinterfragt den Status quo, sucht nach neuen Perspektiven und verbindet mutig das Unbekannte mit dem Bestehenden. Beruflich fasziniert ihn das Abenteuer des Neuen. Privat sind es die kleinen grossen Dinge, die ihn antreiben: gute Gespräche bei einem Apéro, die Energie von Konzerten oder das Abtauchen in andere Welten. Er sammelt Momente, keine Dinge.
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Berater Strategie, Managing Partner
Nico mag keine unnötige Komplexität. Und noch weniger mag er es, sie stehen zu lassen. Aus chaotischen Situationen klare Strategien zu entwickeln, ist sein Ding. Privat findet er Energie bei einem Spaziergang, am Herd und mit einem guten Wein in der Hand. Und auf dem Golfplatz, auch wenn der Ball das nicht immer honoriert.

Berater Strategie, Managing Partner
Spannende Projekte, ein starkes Netzwerk und Tage mit Vorfreude auf die Agenda treiben Mathias an. Abseits der Arbeit treiben in die Kette auf dem Rennvelo, die Lust aufs nächste Birdie auf dem Golfplatz und vor allem seine Kinder und viele tolle Leute im Umfeld an.