Funktioniert euer Fünfjahresplan überhaupt noch?

10.06.2026

Warum starre Strategiedokumente in einer volatilen Welt scheitern, und was an ihre Stelle tritt.

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In vielen Unternehmen gehört es zum Ritual, alle drei bis fünf Jahre einen grossen Strategieprozess aufzusetzen, mit zahllosen Workshops, externen Beratern und Hunderten von Folien. Am Ende steht ein dickes Dokument, das oft schon veraltet ist, bevor es im Verwaltungsrat überhaupt verabschiedet wurde.

Das Problem liegt selten an der Qualität der Arbeit. Es liegt an einer falschen Annahme über die Welt, in der diese Strategie wirken soll.

Kompliziert ist nicht dasselbe wie komplex

Klassische Strategiearbeit behandelt die Welt wie ein Uhrwerk. Kompliziert zwar, aber im Prinzip berechenbar. Wer A tut, bekommt B. Wer den Plan nur gut genug macht, kommt sicher ans Ziel.

Heute funktioniert das selten. Märkte, Technologien und Kundenverhalten verändern sich nicht linear, sondern in Sprüngen und manchmal völlig unvorhersehbar. Aus A wird mal B, mal C, manchmal etwas, das niemand auf der Liste hatte. Das ist nicht kompliziert, das ist komplex. Und in einer komplexen Welt wirkt ein Fünfjahresplan eher wie eine Augenbinde als wie ein Geländer.

Vom Plan zur Planungsfähigkeit

Was ändert sich also konkret? Nicht das Bedürfnis nach Orientierung, das bleibt. Was sich ändert, ist die Art, wie diese Orientierung entsteht.

Klassische Strategie liefert alle paar Jahre ein perfektes Dokument, mit dem Anspruch, die Zukunft im Detail zu planen und vorherzusagen. Moderne Strategie liefert stattdessen eine klare Ausrichtung, einen Nordstern, und die Fähigkeit, schnell zu reagieren. Statt eines grossen Events alle paar Jahre entsteht ein kontinuierlicher Dialog. Statt planen und durchziehen heisst es beobachten und reagieren.

Das klingt nach mehr Aufwand. In der Praxis ist es das Gegenteil. Weniger Foliendrama, dafür Strategie als laufende Tätigkeit.

Wie das in der Praxis funktioniert

Drei Bausteine genügen, um Strategie von einem Aktenordner in eine echte Kompetenz zu verwandeln.

Der wichtigste Wettbewerbsvorteil in einer volatilen Welt ist nicht der bessere Plan. Es ist die Fähigkeit, rechtzeitig umzudisponieren. Oder, frei nach Eisenhower: Der Plan ist nichts, die Planung ist alles.

Das Team

Sandro Zosso

Berater Strategie, Managing Partner

Sandro schöpft Energie daraus, gemeinsam mit Menschen zukunftsfähige Strategien für starke Organisationen und eine bessere Welt zu entwickeln. Privat liebt er es, unterwegs zu sein, Abenteuer zu erleben und die Welt zu entdecken, ob mit seiner Familie, inspirierenden Menschen oder auch mal alleine.

Michi Bürgi

Berater Organisationsentwicklung, Managing Partner

Neugier bewegt Michi. Er hinterfragt den Status quo, sucht nach neuen Perspektiven und verbindet mutig das Unbekannte mit dem Bestehenden. Beruflich fasziniert ihn das Abenteuer des Neuen. Privat sind es die kleinen grossen Dinge, die ihn antreiben: gute Gespräche bei einem Apéro, die Energie von Konzerten oder das Abtauchen in andere Welten. Er sammelt Momente, keine Dinge.

Mathias Kienholz

Berater Strategie, Managing Partner

Spannende Projekte, ein starkes Netzwerk und Tage mit Vorfreude auf die Agenda treiben Mathias an. Abseits der Arbeit treiben in die Kette auf dem Rennvelo, die Lust aufs nächste Birdie auf dem Golfplatz und vor allem seine Kinder und viele tolle Leute im Umfeld an.

Nicola Schlup

Berater Strategie, Managing Partner

Nico mag keine unnötige Komplexität. Und noch weniger mag er es, sie stehen zu lassen. Aus chaotischen Situationen klare Strategien zu entwickeln, ist sein Ding. Privat findet er Energie bei einem Spaziergang, am Herd und mit einem guten Wein in der Hand. Und auf dem Golfplatz, auch wenn der Ball das nicht immer honoriert.

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